des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von Richtlinien über die Fördermaßnahme "Wettbewerb Energieeffiziente Stadt" im Rahmen des Förderkonzepts "Grundlagenforschung Energie 2020+" vom 18.04.2008 ...mehr
Städte sind in einem ständigen Wandel begriffen. Dieser Wandel wird in den kommenden Jahrzehnten durch massive demografische Veränderungen, durch Wertewandel sowie Veränderungen in der Arbeitswelt, der Mobilität, des Freizeitverhaltens und nicht zuletzt aufgrund technischer Entwicklungen stärker und schneller von statten gehen als je zuvor. Da Ausmaß und Richtung solcher Veränderungen nur in seltenen Fällen genau zu erfassen sind, müssen Entscheidungen über technische Systeme im Energieversorgungsbereich einer Stadt in einer ganzheitlichen Betrachtung mit größtmöglicher Flexibilität getroffen werden.
Im Rahmen der Forschungsunion zur Hightech-Strategie der Bundesregierung sowie auch in der Arbeitsgruppe 3 "Forschung und Energieeffizienz" des Energiegipfels der Bundesregierung ist das Thema "Energieeffiziente Stadt" ab Mitte 2006 diskutiert worden, und es wurde empfohlen, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen.
Die Forschungsunion hatte vor allem vorgeschlagen, verschiedene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu diesem Thema zu bündeln. Zudem sollte die Dienstleistungsforschung stärker in die Forschungsförderung integriert werden.
Der "Wettbewerb Energieeffiziente Stadt ist somit ein Baustein in einem Bündel von Maßnahmen. Hinweise zu weiteren Aktivitäten der Bundesregierung finden Sie in unserer Rubrik "Weiterführende Informationen".
Mit dem BMBF-Wettbewerb erfolgt eine Orientierung der energiebezogenen Dienstleistungsforschung an die sich sukzessive abzeichnende Transformation von Energiemärkten zu Märkten von Energiedienstleistungen. Dieser Trend hat seine Ursache in weitreichenden Marktveränderungen (Globalisierung, Liberalisierung der Energiemärkte, Ressourcenverknappung, Preissprüngen bei den Energieträgern, ökologische Anforderungen etc.) und gesetzlichen Regelungen (z.B. EEG, Netzzugang etc.) sowie technologischen Innovationen im Energiebereich (dezentrale und erneuerbare Energietechniken) und ‚enabling’-Technologien (insbesondere IKT), massiven Preisschüben bei fossilen Energieträgern, aber auch in der Erwartung der Marktteilnehmer, wie ihre Bedarfe nach Energie effizient und umweltschonend befriedigt werden können. Die Folgen dieser Veränderungsprozesse für Kommunen, ihre Planungsinstrumente und ihre Planungskultur, für die Infrastrukturen der Stadt, die Energieerzeugungs- und Nutzungsmuster und für Akteurskonstellationen vor Ort sind derzeit nur in Konturen erkennbar.