Stadt Essen
Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
Rüttenscheider Str. 26
D-45128 Essen
Jochen Sander
Tel.:+49 (0) 20 180 952 607
E-Mail: jochen.sander@evv-online.de
Hintergrund
Die Bundesregierung hat sich mit einem Reduktionsziel von 40 % weniger CO2-Emissionen (1990 bis 2020) ehrgeizige Ziele für den Klimaschutz gesetzt. Mit einem für die Stadt Essen geschätzten Energieverbrauch von fast 19.500 kWh (2007) und einer CO2-Emission von fast 5.100 kg (jeweils pro Einwohner und Jahr) sind diesbezüglich gegenüber 1990, wie in den allermeisten anderen Städten, bisher nur marginale Erfolge zu verzeichnen.
Die Entwicklung neuer Handlungsoptionen, ihre Verknüpfung untereinander sowie die Verankerung in unterstützenden Rahmenkonzepten sind notwendig, um Fortschritte erzielen zu können. Als einen Erfolgsfaktor setzen die Anstrengungen koordiniertes Handeln in Form eines grundlegenden bürgerschaftlichen Engagements voraus, das Ergebnis einer neuen „Klimakultur“ ist und in effektives und effizientes Handeln überführt wird.
Hauptziel des Vorhabens
Übergeordnete Zielvorgabe des dargestellten Projektes ist es, die Reduktionsziele des Bundes bis 2020 in Essen zu realisieren. Dazu sollen Energie-Einsparpotentiale und Klimaeffizientes Handeln in den Bereichen der generellen Nutzbarmachung regenerativer Energieträger sowie gezielt in den Bereichen Mobilität und Gebäudenutzung und durch querschnittsorientierte Maßnahmen auf der Ebene der Stadtplanung, der Dienstleistungsentwicklung und des Netzwerkaufbaus auf den Weg gebracht werden.
Der Antragsteller favorisiert als Projektansatz die Entwicklung einer neuen Klimakultur auf der Ebene der Bürgerinnen und Bürger, der privaten und gewerblichen Investoren und der Entscheider auf betrieblicher Ebene sowie aller denkbaren anderen Organisationen in der Lebensgemeinschaft Stadt. Es wird erwartet, dass der soziokulturelle Rahmenansatz zur Förderung dezentralisierter Teilhabe und von Bottom-Up-Prozessen zählbar positiven Einfluss auf die Klimabilanz Essens hat und die technischen, ökonomischen, organisationalen und administrativen Maßnahmen dynamisiert. Diese neue Klimakultur soll Rahmen und Grundlage für ein klimabewussteres Leben und Handeln darstellen und durch konkrete Maßnahmen in den verschiedenen Handlungsfeldern nachhaltig unterstützt werden.