Die Transformationsprozesse von Energieversorgungs- zu Energiedienstleistungsmärkten sind mit erheblichen Systemveränderungen, neuen Akteurskonstellationen und neuen Managementherausforderungen verbunden.
Erfahrungen und Erkenntnisse der Dienstleistungsforschung in anderen Innovationsfeldern können auch Impulse für die Neugestaltung energieeffizienter städtischer Systemlösungen geben. Zahlreiche gute Beispiele – von der energieeffizienten Logistik und Organisation von Nahwärmenetzen bis hin zur Konzeption „virtueller Kraftwerke“ – sind dafür Beleg.
Allerdings werden die Erkenntnisse und Erfahrungen bisher zu wenig systematisch genutzt und umgesetzt, so dass noch erhebliche Effizienzpotenziale mobilisierbar sind. Umgekehrt öffnet sich die Energiewirtschaft für neue energieeffiziente Dienstleistungen, nutzt verstärkt IuK-Technologien zu deren Entwicklung, kooperiert mit Dritten etc., um Herausforderungen des zunehmenden Wettbewerbs und politisch rechtlichen Anforderungen zu begegnen.
Das Forschungsvorhaben "Entwicklung eines Instrumentariums zur Verzahnung von Dienstleistungs- und Energieforschung am Beispiel der Begleitforschung der Fördermaßnahme "Wettbewerb Energieeffiziente Stadt" unterstützt den Wettbewerb durch die Begleitforschung und eigene Forschungsleistungen mit Blick auf die Verknüpfung von Dienstleistungen und Energieeffizienz.
Partner des Forschungsvorhabens sind
Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit stehen die Analyse der Verzahnung von Energie- und Dienstleistungsforschung. Schwerpunkte bilden ein Benchmarking „Guter Beispiele“ zur Systematisierung und Kategorisierung von Dienstleistungen zur Energieeffizienzsteigerung sowie die Entwicklung eines Instrumentariums zur Erschließung von Effizienzfeldern für das Gesamtsystem „Energieeffiziente Stadt“.
Workshops zur Verknüpfung von Energieeffizienz- und Dienstleistungsforschung bilden ein Element der differenzierten methodischen Herangehensweise. Die im Wettbewerb geförderten Vorhaben werden projektbegleitend beraten. Das BMBF, der Lenkungsausschuss und die beteiligten Projektträger werden bei der Ausrichtung des Städtewettbewerbs durch Diskussions- und Entscheidungsgrundlagen unterstützt. Ein wichtiger Beitrag ist die Analyse und Förderung des „Wettbewerbs Energieeffiziente Stadt“ unter dem Gesichtspunkt der Dienstleistungsforschung.
Die Ergebnisse werden in einer Buchpublikation und einem Praxisleitfaden dargestellt, die wichtige Erkenntnisse für die weitere Förderpolitik des BMBF und beteiligte städtische Akteure vermitteln sollen. Die Forschungsergebnisse werden laufend für die Kommunen in Workshops sowie praxisnah im Internet, durch Veröffentlichungen und Vorträge verbreitet. Handlungsempfehlungen für das BMBF zur Ausgestaltung der interdisziplinären Zusammenarbeit bilden einen weiteren Schwerpunkt.
Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01XZ08004 gefördert.
