Ruhr-Universität Bochum
Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft
Universitätsstr. 150
D-44780 Bochum
Sabine Wischermann
Im Rahmen der Begleitforschung zum BMBF-Wettbewerb „Energieeffiziente Stadt“ befasst sich der Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft der Ruhr-Universität Bochum im Wesentlichen mit vier Themenschwerpunkten der Energieforschung:
Im Bereich Energieverbrauch in privaten Haushalten wird die Nutzungsphase in Wohngebäuden untersucht. Hier werden Typgebäude für den Wohnbereich mit soziodemografischen Aspekten methodisch in einem technischen Modell abgebildet. Neben dem Energieverbrauch für die Bereitstellung von Raumwärme wird vor allem der Stromverbrauch fokussiert. Um Ergebnisse der Haushaltsbefragungen, die durch die BMBF-Wettbewerbsstädte durchgeführt werden, mit einzubeziehen, werden diese durch das IZT koordiniert. Dies soll sicherstellen, dass die Umfrageergebnisse vergleichbar sind und an Allgemeingültigkeit gewinnen.
In den Themenschwerpunkten „Ganzheitliche systemanalytische Bewertung“ sowie „Mobilität“ erfolgt eine Betrachtung über den Lebenszyklus von innovativen Maßnahmen, wie Energieeffizienzdienstleistungen, energetische Sanierung und Verkehrskonzepte. Hierdurch sollen direkte und indirekte umweltbeeinflussende Faktoren aufgezeigt werden. Zudem erfolgt eine Bewertung von für Städte besonders wichtigen Technologien (z.B. Smart Meter), um deren Potenziale aber auch Grenzen aufzuzeigen.
Im Themenschwerpunkt „Analyse, Übertragbarkeit und Best Practice“ werden aus den Konzepten der fünf BMBF-Wettbewerbsstädte sowie deren Umsetzung übergeordnete Aussagen und Best-Practice Beispiele als Leuchtturmprojekte für andere interesseierte Städte herausgearbeitet. Durch die Ableitung von Indikatoren zur Übertragbarkeit ist das Ziel eine Methodik zu entwickeln, mithilfe derer überprüft werden kann, ob die Übertragbarkeit von energetischen Umsetzungsstrategien auf andere Städte geben ist.
Mit dieser inhaltlichen Ausrichtung trägt der Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft dazu bei, eine möglichst hohe Multiplikatorwirkung sowie eine möglichst hohe Übertragbarkeit auf andere Kommunen zu erzielen. Die wissenschaftliche Analyse der Umsetzungskonzepte und deren Prozesse durch die Begleitforschung als Außenstehender führt zu einer übergeordneten Sichtweise auf diese fünf Projekte der BMBF-Wettbewerbsstädte und erleichtert es Hemmnisse und Erfolge zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für interessierte Kommunen abzuleiten.